Anonim

Superman ist so amerikanisch wie Apfelkuchen. Obwohl der Mann aus Stahl oft darum kämpft, die Menschheit als Ganzes vor Bedrohungen wie außerirdischen Eroberern oder tödlichen Monstern zu schützen, steht seine nationale Zugehörigkeit genau dort in seinem Motto: "Wahrheit, Gerechtigkeit und der amerikanische Weg". Aber der neue DC-Animationsfilm Superman: Red Son geht von einem Gedankenexperiment aus: Was wäre, wenn Supermans kryptonische Rakete nicht im amerikanischen Kernland, sondern in der sowjetischen Ukraine abstürzen würde?

Die Antwort: Superman wird kommunistisch. Basierend auf dem gleichnamigen Comic von 2003 des Schriftstellers Mark Millar und der Künstler Dave Johnson und Killian Plunkett erkundet Red Son eine Welt, in der Superman eher ein Verfechter der Sowjetunion als Amerikas ist - und in dieser Version kann man das sogar hören klassischer russischer Akzent. Andere DC-Superhelden entwickeln sich als Reaktion: In dieser Welt führt Batman keinen Krieg gegen das Verbrechen, sondern einen einsamen Aufstand gegen den Sowjetstaat, der seine Eltern säuberte. Testpilot Hal Jordan und der Rest der Luftwaffe werden mit Green Lantern-Ringen ausgestattet. Wonder Woman ist eine Botschafterin von Themyscira in Russland. Lex Luthor ist der Leiter der amerikanischen Operationen im Kalten Krieg.