Anonim
TINSELTOWN William J. Mann

Wir schreiben das Jahr 1922. Warren G. Harding ist im Weißen Haus. Verbot ist das Gesetz des Landes. Der Bau des Yankee-Stadions beginnt. In der jungen Traumfabrik Hollywood, die 3.000 Meilen entfernt liegt, haben Stummfilme inzwischen eine neue Generation hedonistischer Berühmtheiten geprägt. Sie arbeiten hart und spielen härter, schwelgen in Opiumdichten, trinken Gin in der Badewanne und gönnen sich uneheliche libertine fleischliche Beziehungen. In den 30 Jahren seit der Geburt der Kinofilme behauptet das Filmgeschäft, nach Stahl, Eisenbahnen und Automobilen die viertgrößte Industrie des Landes geworden zu sein. Aber diese Revolution ist nicht ohne Preis gekommen. Die ganze Sonne und Sünde hinterlässt bei den Amerikanern den Eindruck, dass Tinseltown ein modernes Babylon ist. Sie sind auch nicht weit weg. Wie es scheint, wird jede Woche ein Schauspieler oder eine Schauspielerin in eine grelle,Schlagzeilen machender Skandal um Sex oder Drogen. Aber Mord, das ist eine andere Geschichte. Zumindest bis zum Morgen des 2. Februar - als Regisseur William Desmond Taylor in seinem Haus in Los Angeles erschossen aufgefunden wird.