Anonim
Zehn Jahre später zeichnet Thomas 'episches Debüt drei Generationen von in New York lebenden Irisch-Amerikanern nach, die alle vom Ziel getrieben sind, es besser zu machen …

Manchmal ist das beste Schreiben das einfachste. Das ist leicht zu vergessen in einer Zeit, in der lebhafte Debüt-Romane auf Schleudertrauma, strukturelle Akrobatik oder andere Spielereien beruhen, die sagen: "Dies ist nicht nur ein Buch - es ist Kunst." Irgendwie ist es umso befriedigender, dass Matthew Thomas 'absolut verheerendes Debüt ein sehr traditioneller Roman ist, der mit minimalem Flair geschrieben wurde.

Die 1941 in Queens geborene Hauptfigur von Thomas, Eileen Tumulty, spielt schon früh als Hausmeisterin für ihre alkoholkranke Mutter und ihren alkoholkranken Vater. Als Tochter irischer Einwanderer arbeitet sie hart daran, sich ein besseres Leben zu schaffen als die, die ihre Eltern aus der Arbeiterklasse führten. Sie macht es gut in der Schule, bekommt einen Job als Krankenschwester, heiratet einen ehrgeizigen jungen Wissenschaftler, bringt einen Sohn zur Welt, zieht in ein bürgerliches Viertel, das sie sich nicht leisten kann, und kämpft darum, den Schein zu wahren, wenn ihre Familie anfängt finanziell und psychologisch auseinander fallen. Während Thomas ihr sechs Jahrzehnte lang folgt, taucht Eileen als reich beobachtete Figur auf, eine faszinierende Fallstudie, deren Weg zeigt, wie Einwanderung, Suburbanisierung und Aufwärtsmobilität viele amerikanische Familien nach dem Zweiten Weltkrieg verändert haben. Dies ist nicht nur Eileens Geschichte.Es ist die Geschichte der sogenannten Silent Generation.

Es ist auch eine packende Familiensaga, vielleicht die beste, die ich seit The Corrections gelesen habe. Das Geschichtenerzählen ist unkompliziert und das Schreiben ist sehr schön. Eileens innerste Gedanken über Ehe und Mutterschaft sind so glaubwürdig, dass es überraschend ist, dass ein Mann sie erschaffen hat - obwohl jeder, der weiß, wie es ist, von den Ambitionen Ihrer Eltern heimgesucht zu werden, sich auf sie bezieht. Wir sind nicht wir selbst ist ein sehr bewegendes Buch über die Gefahren, immer mehr zu wollen. Thomas versteht das Problem mit dem amerikanischen Traum: Wenn man sich dem Erreichen nähert, kann es kein Traum mehr sein. EIN