Anonim

Erinnerst du dich an Shirley Jacksons zutiefst gruselige Kurzgeschichte „The Lottery“? Die, die du in der Mittelschule über eine Hausfrau lesen musstest, die die unglückliche Zahl zieht und auf dem Dorfplatz zu Tode gesteinigt wird? Nun, Jacksons Nummer ist auch gestiegen - aber anstatt rituell geopfert zu werden, wird sie wiederbelebt.

Als sie 1965 im Alter von 48 Jahren starb, hinterließ Jackson Dutzende von Kurzgeschichten und sechs neugotischen Romanen, die von ihren Lieblingsthemen durchdrungen waren: die Verderbtheit, die unter Neuenglands urigem Furnier lauert, die Isolation von Frauen, die in Familienrollen kämpfen, und der unheimliche Terror von Häusern, die ihre Bewohner langsam verrückt machen. Wenn irgendetwas davon bekannt vorkommt, dann deshalb, weil Jackson in das Unterbewusstsein vieler Autoren eingedrungen ist. Stephen King wirbt für The Haunting of Hill House als einen der „großen Romane des Übernatürlichen in den letzten hundert Jahren“.